• Unternehmensmitteilung für den Kapitalmarkt

    Martinsried/München (17.06.2019/07:30) – –
    – Sehr gute Herstellbarkeit der Vakzine aus patienteneigenen Zellen
    – Ausgezeichnetes Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil
    – Ermutigende Daten zum Gesamtüberleben und progressionsfreiem Überleben
    – Mutationslastanalyse könnte Stratifizierung von Patienten bei zukünftigen klinischen Studien ermöglichen

    Die Medigene AG (FWB: MDG1, Prime Standard) gibt bekannt, dass klinische Daten aus einer Zwischenanalyse ihrer laufenden Phase I/II-Studie mit dendritischen Zellimpfstoffen zur Behandlung von akuter myelosicher Leukämie (AML) auf dem Kongress der European Hematology Association – EHA präsentiert wurden, der vom 13. – 16. Juni 2019 in Amsterdam stattfand.

    Das präsentierte Poster trug den Titel: „Interim analysis of a WT-1 and PRAME ` Fast-DC´ vaccine shows safety as active immunotherapy for the prevention of AML relapse“. Die primären Ziele der Studie mit 20 AML-Patienten sind der Nachweis von Sicherheit und Machbarkeit der aktiven Immuntherapie mit patienteneigenen, gemäß Medigenes Technologie modifizierten dendritischen Zellen (DCs).

    Die präsentierten Daten wurden nach der Hälfte des Behandlungszeitraums erhoben, also nach der Vakzinierung aller Patienten über einen Zeitraum von jeweils einem Jahr. Die Topline-Daten dieser Zwischenanalyse wurden bereits am 19. Dezember 2018 veröffentlicht und belegen eine sehr gute Machbarkeit der Herstellung des Impfstoffs sowie ein ausgezeichnetes Sicherheitsprofil. Zudem zeigen sie ermutigende Daten zum Gesamtüberleben sowie zum progressionsfreien Überleben der Patienten (Link zur Pressemitteilung: tiny.cc/f2377y).

    Darüber hinaus enthalten die auf dem EHA präsentierten Daten Details zum Status der Mutationslast von Patienten, bei denen Rückfälle auftraten.

    Studienübersicht: Insgesamt 20 Patienten (medianes Durchschnittsalter 59, von 24 bis 73 Jahre) mit AML (Risikogruppen gut, mittel, schlecht: 13, 5, 2), in morphologisch vollständiger Remission oder vollständiger Remission mit unvollständiger hematopoetischer Regeneration nach Induktions- oder Konsolidierungstherapie, die nicht für eine allogene hämatopoetische Stammzelltransplantation in Frage kamen, wurden in diese Phase I/II-Studie zur Sicherheit und Durchführbarkeit aufgenommen, für 12 Monate vakziniert und beobachtet. Die Patienten in dieser Studie litten an einer AML, die das Antigen für Wilms Tumor-1 (WT-1) aufwies, mit oder ohne zusätzlichem Vorliegen des PRAME-Antigens (Preferentially Expressed Antigen in Melanoma). Die Impfung mit dendritischen Zellen, die die Antigene WT-1 und PRAME präsentieren, wurde monatlich durchgeführt, wobei die Impffrequenz innerhalb der ersten 6 Wochen höher war. Die Diagnose AML wurde bei den Patienten im Mittel 9,8 Monate vor der ersten Impfung gestellt (in den Bereichen von 4,5 bis 17,5 Monaten), und die letzte Chemotherapie-Infusion wurde im Durchschnitt 6,9 Monate (im Bereich von 2 bis 14,8 Monaten) zuvor verabreicht.

    Zwischenergebnisse: Die Impfungen wurden gut vertragen, ohne dass es zu schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen (SUEs) im Zusammenhang mit der Behandlung kam. Die häufigsten unerwünschten Ereignisse (UEs) waren auf die Injektionsstelle bezogen, machten 35 % aller UEs aus und waren von geringem Schweregrad (Grad 1). Die Durchführbarkeit der Impfstoffherstellung aus dendritischen Zellen von diesen mit Chemotherapie vorbehandelten Patienten wurde bereits auf der Jahrestagung der American Association for Cancer Research (AACR) im Jahr 2018 vorgestellt. Link zum Poster: www.medigene.de/fileadmin/download/abstracts/180414_AACR_2018_Poster_DC_vaccine_Medigene.pdf

    Nach einer 12-monatigen Behandlungszeit betrug die Gesamtüberlebensrate 89 % (18 von 20 Patienten, 95 % Konfidenzintervall: 61 bis 97 %) und die Rate des progressionsfreien Überlebens betrug 60 % (12 von 20 Patienten, 95 % Konfidenzintervall: 36 bis 78 %). Die meisten Rückfälle, 5 von 8, traten innerhalb der ersten 80 Tage nach Beginn der Impfung auf, was darauf hindeutet, dass ein Rückfall auf molekularer Ebene möglicherweise bereits zum Zeitpunkt des Studieneintritts aufgetreten war,
    Bei allen Patienten wurde das Auftreten von üblichen Mutationen mittels Next-Generation-Sequencing analysiert. Zwei der fünf frühen Rückfälle zeigten bei Beginn der Studie eine Mutationslast: IDH2- und DNMT3A-Mutation bei einem Patienten und mehrere Mutationen bei dem zweiten (RUNX1, KRAS, ETV6, BCOR, DNMT3A). Zwei der späteren Rückfälle zeigten ebenfalls eine Mutationslast vor der Impfbehandlung, ein Patient mit einer KRAS- und TET2-Mutation und ein Patient mit mehrfachen Mutationen (RUNX1-, IDH2-, SRSF2- und DNMT3A).

    Dr. Kai Pinkernell, Vorstand für Klinische Entwicklung (CMO/CDO) der Medigene AG, kommentiert: „Wir freuen uns, dass die Zwischenergebnisse nach einem Jahr Behandlungszeit ein ausgezeichnetes Sicherheitsprofil, eine sehr gute Herstellbarkeit und ermutigende Gesamt- und progressionsfreie Überlebensdaten zeigen. Darüber hinaus könnte die Analyse der Mutationslast auch eine Stratifizierung von Patienten in zukünftigen klinischen Studien ermöglichen.“

    Der Abschluss der laufenden Studie ist nach einer zweijährigen Behandlungszeit der Patienten Ende 2019 geplant.

    Über akute myeloische Leukämie (AML): Akute myeloische Leukämie ist eine bösartige Erkrankung des blutbildenden Systems und tritt überwiegend bei Erwachsenen über 60 Jahren auf. In Deutschland werden pro Jahr etwa 3600 Neuerkrankungen registriert.

    Krankheitsursache ist das unkontrollierte Wachstum funktionsunfähiger blutbildender Vorläuferzellen im Knochenmark. Diese Zellen behindern die Bildung gesunder blutbildender Zellen und führen dadurch u.a. zu einem Mangel an Erythrozyten und Blutplättchen. Typische Symptome der AML sind Anämie, Fieber, verstärkte Infektanfälligkeit und Blutungen. Die Erkrankung entwickelt sich rasch und kann unbehandelt innerhalb weniger Wochen oder Monate zum Tod führen.

    Die AML-Therapie wird meist mit einer intensiven Chemotherapie begonnen, oft gefolgt von einer Konsolidierungstherapie, mit oder ohne einer allogenen hematopoetischen Stammzelltransplantation. Leider ist bei einer signifikanten Anzahl von Patienten mit einem Rückfall der Erkrankung zu rechen. Das Langzeitüberleben unter der Erkrankung ist abhängig von dem biologischen Risikoprofil der Erkrankung, dem Alter und der Begleiterkrankungen und ist damit sehr unterschiedlich.

    Über Medigenes DC-Vakzine: Neben Medigenes Entwicklungsschwerpunkt, den T-Zell-Rezeptor-modifizierten T-Zellen (TCR-Ts) hat das Unternehmen eine neue Generation antigen-spezifischer dendritischer Zell (DC)-Impfstoffe entwickelt.

    Dendritische Zellen (englisch: Dendritic Cells, DC) sind in der Lage, Antigene aufzunehmen, zu prozessieren und sie auf ihrer Zelloberfläche so zu präsentieren, dass antigen-spezifische T-Zellen aktiviert und dadurch zur Reifung und Teilung angeregt werden. Die T-Zellen werden dadurch in die Lage versetzt, Tumorzellen die das gleiche Antigen auf ihrer Oberfläche tragen zu erkennen und zu eliminieren. Ebenso können dendritische Zellen natürliche Killerzellen (= NK-Zellen) dazu aktivieren, Tumorzellen anzugreifen. Das wissenschaftliche Team von Medigene hat neue, schnelle und wirksame Verfahren entwickelt, um autologe, d. h. körpereigene, dendritische Zellen reifen zu lassen und so aufzubereiten, dass sie eine besonders starke T-Zell- wie auch NK-Zell-Immunantwort generieren. Die dendritischen Zellen können mit unterschiedlichen Tumor-Antigenen versehen werden, um so verschiedene Tumorarten zu behandeln. Da sich hierbei eine Immunantwort über die Gesamtzeit der Gabe der DC Vakzine aufbaut, eignet sich diese Form der Therapie insbesondere für Patienten, die an einer Tumorerkrankung leiden, diese aber mit Chemotherapie soweit reduziert wurde, dass die Verhinderung des Wiederausbruchs der Tumorerkrankung im Mittelpunkt steht.

    Medigene AG (FWB: MDG1, ISIN DE000A1X3W00, Prime Standard) ist ein börsennotiertes Biotechnologieunternehmen mit Hauptsitz in Martinsried bei München. Das Unternehmen entwickelt hoch innovative Immuntherapien zur Behandlung verschiedener Formen und Stadien von Krebs. Medigene konzentriert sich auf personalisierte T-Zell-basierte Therapien mit dem Fokus auf T-Zell-Rezeptor-modifierten T-Zellen (TCR-Ts) und entsprechenden Projekte in der präklinischen und klinischen Entwicklung.

    Weitere Informationen unter www.medigene.de
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    [ Quelle: adhoc.pressetext.com/news/1560749400261 ]

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    Medigene AG
    Robert Mayer
    Lochhamer Strasse 11
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    Die Medigene AG ist ein börsennotiertes Biotechnologie-Unternehmen mit Hauptsitz in Martinsried bei München.

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    Medigene AG
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    Medigene AG: Zwischenanalyse aus laufender Phase I/II-Studie mit DC-Impfstoffen bei AML-Patienten auf EHA präsentiert

    veröffentlicht am 17. Juni 2019 in der Rubrik Presse - News
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